3P Technik Filtersysteme GmbH



Arten und Wege der Versickerung:

Durch die zunehmende Versiegelung des Bodens wird der natürliche Kreislauf des Regenwassers in zunehmenden Maße gestört. Die klassische Einleitung des Regenwassers in eine Kanalisation, die noch in den 80er Jahren die Standardlösung für die Ableitung des Regenwassers war, hat immer häufiger zu Hochwasserereignissen und zugleich zu sinkenden Grundwasserständen geführt.

Ziel heutiger Lösungen für die Regenwasserwirtschaft bei Baumaßnahmen muss daher sein, das Regenwasser soweit möglich noch auf dem bebauten Grundstück versickern zu lassen. Sofern das Baugrundstück nicht genügend Fläche für oberirdische Versickerungsmulden bietet, können unterirdische Rigolen Lösungen für den Konflikt zwischen Flächennutzung durch Bebauung einerseits und Sicherung bzw. Wiederherstellung des natürlichen Wasserkreislaufes auf der anderen Seite bieten.

Für Rigolen sind heute Produkte mit Speicherkörpern aus

  • Kies
  • Kunststoffgitterboxen
  • Kunststofftunnel sowie
  • Kombinationen aus den drei vorgenannten Systemen

am Markt vertreten.

Voraussetzung für eine Versickerung ist eine ausreichend gute Aufnahmefähigkeit des Bodens, welche als sogenannter Versickerungsbeiwert (kf-Wert) bezeichnet wird. Ferner muss die Sohle des Versickerungskörpers mindestens 1 m über dem mittleren höchsten Grundwasserspiegel (MHGW) liegen. Sowohl der kf-Wert wie auch der MHGW werden für den Bauherren vom Bodengutachter ermittelt.

In vielen Fällen ist das Niederschlagswasser mit Schadstoffen belastet, vor allem wenn es von Verkehrsflächen oder metallbeschichteten Dachflächen kommt. Aber auch das Regenwasser von Dächern ohne Metallbeschichtung kann durch abgelagerte Luftverschmutzung belastet sein. In diesen Fällen wird eine Vorbehandlung des Niederschlagwassers vor Einleitung in die Versickerungsanlage erforderlich sein. Durch geeignete Filterschächte werden Sedimente und gelöste Schadstoffe zurück gehalten, bevor das Regenwasser in Rigolen versickern kann.

Versickerungsmulde Kiesrigole Kastenrigole Rigolentunnel

 

Es gibt eine ganze Reihe von Versickerungsanlagen, die je nach den Gegebenheiten vor Ort ausgewählt werden können. Neben offenen, begrünten Mulden kann die Versickerung auch unterirdisch erfolgen. Das hat den Vorteil, dass kein Platz auf dem Grundstück verbraucht wird.

Hier stehen Rigolen aus Kies, Lavamaterial, Kunststoffblöcken oder Kunststofftunneln zur Verfügung. Da Regenwasserabfluss in der Regel nicht sauber ist und das Wasser in unser höchstes Schutzgut, das Grundwasser eingeleitet wird, gehört zu jeder unterirdischen Versickerungsanlage zwingend auch eine Vorbehandlung, bevorzugt mit einem Funktionsnachweis über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt).

Die Belastung der verschiedenen Regenabflüsse ist aus den geltenden Regelwerken der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) zu entnehmen (Arbeitsblatt A 138, Merkblatt M 153). Für jeden Regenabfluss gibt es die richtige Behandlungsanlage.

Vorteile der Versickerung

  • kompakt und wirtschaftlich
  • Kostenersparnis durch die gesplittete Abwassergebühr
  • Überflutungssicherheit
  • Einfacher und schneller Einbau
  • Grundwasseranreicherung
  • Erfüllung der Förderung aus den Wassergesetzten
 

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